Wie lässt sich die Macht der organisierten Kriminalität in Südamerika brechen? Staatliche Gewalt ist die falsche Antwort, sagt Luis Córdova-Alarcón.
taz: Herr Córdova-Alarcón, inwiefern steht die Entführung von Nicolás Maduro durch die USA in der Kontinuität des „Kriegs gegen die Drogen“, inwiefern unterscheidet sie sich davon?
Luis Córdova-Alarcón: Der „Krieg gegen die Drogen“ ist in erster Linie ein ideologisches Instrument, um die Außenpolitik der Vereinigten Staaten zu legitimieren. So hat es früher funktioniert, und so ist es auch diesmal. Die USA beschuldigten Nicolás Maduro, Anführer der kriminellen Vereinigung „Cartel de los Soles“ zu sein, aber als dann die Anklage gegen Maduro erhoben wurde, stellte sich heraus, dass dieses Kartell gar nicht existierte.
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